- ANZEIGE -
Navigation
BATTLEREPORT 4 TERRA-TOSS
PARTNER

STARCRAFT - PROLOG PROTOSS

"Die Xel'Naga und die Erstgeborenen"

Auf der Suche nach der Reinheit der Form durchstreifte das uralte Volk der Xel'Naga einst die weiten des Alls und nahm dabei Einfluss auf unz├Ąhlige sich entwickelnder Spezies. Doch keines ihrer Experimente endete zu ihrer vollen Zufriedenheit. Auf der Dschungelwelt Aiur trafen sie auf eine Rasse hoch entwickelter Wesen. Diese zeigten sich als anpassungs- und besonders ├╝berlebensf├Ąhig. Sie schienen allen den Xel'Naga bekannten Rassen ├╝berlegen zu sein, auch wenn sich ihre gesellschaftliche Struktur auf wenige Stammesverb├Ąnde beschr├Ąnkte. Sie entwickelten zudem eine Art instinktiver Telepathie.
Da sie die erste Sch├Âpfung der Xel'Naga waren, die eine solche Evolutionsstufe erreichten, erhielten sie von ihren Sch├Âpfern den Namen "Protoss" - "die Erstgeborenen". ├ťber Jahrhunderte hinweg wachten die Xel'Naga ├╝ber ihre Sch├╝tzlinge, ohne dass diese davon erfuhren. Da den Xel'Naga die Entwicklung der Protoss nicht schnell genug von statten ging, begannen sie damit, diese zu beeinflussen und zu beschleunigen: Es gelang ihnen, diese auf eine Stufe v├Âlligen Bewu├čtseins zu bringen. Zudem zeigte ihre Sch├Âpfung einen immer st├Ąrker werdenden Sinn f├╝r Individualit├Ąt, wodurch sie schlie├člich eine stammes├╝bergreifende gemeinsame Regierung einsetzten und was auch zur Folge hatte, dass sich die Xel'Naga den Protoss zu erkennen gaben.

"Der Abschied und die Ära des Zwists"

Mit der zunehmenden Individualit├Ąt der Protoss nahm schlie├člich auch deren Stolz zu. Nach und nach lockerten sich einst geschlossene B├╝ndnisse, jeder Stamm versuchte durch seine neu gewonnene Individualit├Ąt besonders hervorzustechen und eine Vormachtstellung im bekannten Universum zu erlangen. Schlie├člich unterbrachen sie auch die psychische Verbindung, die sie mit ihren Sch├Âpfern bis dahin pflegten. Die Xel'Naga folgerten aus den Ereignissen, Fehler begannen und versagt zu haben. Als die Protoss von der geplanten Abreise ihrer Sch├Âpfer erfuhren, richtete sich deren Wut gegen diese. Die Xel'Naga konnten diese Angriffe erfolgreich abwehren und ├╝berliesen die Protoss ihrem Schicksal, indem sie erneut hinaus in die Tiefen des Alls zogen.
Unter den Protoss machte sich ein Gef├╝hl der Verwirrtheit und des Alleingelassens breit, was schlie├člich im grausamsten B├╝rgerkrieg aller Zeiten enden sollte: Die St├Ąmme begannen damit, die jeweils anderen zu beschuldigen, an der Abreise der Xel'Naga schuld zu sein. Mit immer wieder aufflammenden Konflikten schienen sich die Protoss zur├╝ckzuentwickeln und in ein fr├╝heres, kriegerischeres Stadium zu verfallen. Die Kultur der Protoss befand sich schlie├člich am selbst geschaffenen Abgrund und drohte, f├╝r immer unterzugehen.[/abschnitt]
[abschnitt="Khala: Der Weg zur Auferstehung"]Neue radikale Einsichten eines exzentrischen Mystikers, dessen Name im Laufe der Zeit verloren ging, f├╝hrten zusammen mit weiteren weniger ausschlaggebenden Faktoren schlie├člich zu einem Ende der ├ära des Zwists. Der mittlerweile namenlose Friedensstifter wurde schlie├člich "Khas" genannt, was so man ungef├Ąhr mit "der, der Ordnung bringt" ├╝bersetzen k├Ânnte.
Khas studierte die Lehren der Xel'Naga, suchte nach ihren Artefakten und war schlie├člich in der Lage, die von den Xel'Naga zur├╝ckgelassenen Khaydarin-Kristalle f├╝r sich zu nutzen. Er erlang als erster Protoss nach Jahrtausenden wieder Zugang zum psychischen Band, das einst alle Mitglieder seiner Rasse verband. Ihm wurde klar, dass dieses nicht verloren ging, was einer der Gr├╝nde f├╝r die ├ära des Zwists darstellte, sondern dass man es nur vergessen hatte, es zu sp├╝ren.
Von Emotionen durchflutet und mit gegen├╝ber der Zerst├Ârung und dem Unheil ge├Âffneten Augen begann er damit, einen Weg zu suchen, um den Schmerz seines Volkes zu lindern. Er begann damit, junge Protoss darin auszubilden, das psychische Band erneut zu aktivieren. Nach und nach wurde den Protoss klar, dass sie alle durch den Aufstieg ihrer Ego daf├╝r verantwortlich waren, dass die Xel'Naga sie einst zu Recht verlassen haben.
Khas entwickelte schlie├člich die Lehren zur Heilung der "Korruption der Essenz" - die Khala, den "Pfad zur Auferstehung". Mit der Niederlegung der uralten Fehden leutete Khas so ein zweites Zeitalter ein - ein Zeitalter, in dem seine Lehren zu fast allen Protoss vordrangen.

"Dae'Uhl: Der Verwalter"

Die Khala definierte eine Reihe strenger Verhaltensregeln, die schlie├člich auch eine Umstrukturierung der Gesellschaft der Protoss forderten. Die einstigen St├Ąmme wurden aufgel├Âst und die Protoss begannen damit, sich in drei Kasten zu organisieren: die Judikatoren, die Khalai und die Templer.
Weise und Staatsm├Ąnner schlossen sich zur Kaste der Judikatoren zusammen. Sie bildeten eine erste gemeinsame Regierung aller Protoss, die nach den Grunds├Ątzen der Khala handeln sollte. Zudem wurde eine kleine Untergruppe - die sogenannte Konklave - ins Leben gerufen, um die Judikatoren zu ├╝berwachen. Wissenschaftler, Industrielle und Arbeiter begr├╝ndeten die Khalai, die Kaste, die sich sofort daran machte, die verw├╝stete und zerst├Ârte Heimat der Protoss wieder aufzubauen. Als Templer schlossen sich schlie├člich die heiligen Krieger und Verteidiger von Aiur zusammen, um gemeinsam mit Hilfe der Khala ihre Psi-Kr├Ąfte zum Wohle aller Protoss zu steigern. Die neuen gemeinsamen Anstrengungen zeigten schon bald ihre Fr├╝chte, indem die Protoss Aiur wieder in ein vor Leben strotzendes Paradies verwandelten.
Wissenschaft und Forschung erreichten einen erneuten Aufschwung. Lange verlorenes Wissen wurde wiedererlangt und alte Techniken wiederentdeckt. So war es nur eine Frage der Zeit, bis die Protoss erneut in das Weltall vorsto├čen w├╝rden. Die Protoss begannen damit, in der N├Ąhe gelegene bewohnbare Welten zu erobern, und lie├čen diese an ihrer Kultur teilhaben. Ohne es bewusst zu versuchen gelang es den Protoss auf diese Weise, rund ein Achtel aller von den Xel'Naga einst verwalteten Welten zu kontrollieren.
Sie begannen damit, das schwere Amt des Dae'Uhl, des "gro├čen Verwalters", zu ├╝bernehmen. Im Gegensatz zu den Xel'Naga nahmen sie sich allerdings vor, unter allen Umst├Ąnden die Regeln der Khala zu beachten und zu wahren. Sie folgten den alten Traditionen ihrer Sch├Âpfer und begannen damit, ├╝ber die niedrigeren Rassen zu wachen. Allerdings versuchten sie nicht bewusst in deren Entwicklungsprozesse einzugreifen, um so nicht die gleichen Fehler wie einst ihre Sch├Âpfer zu begehen. Hunderte von Welten entwickelten sich unter dem Schutz der neuen Verwalter, ohne dies ├╝berhaupt zu bemerken.

"Der dunkle Templer"

Allerdings gab es auch ein dunkles Geheimnis, in das nur wenige Mitglieder der Konklave eingeweiht wurden: Eine Gruppe abtr├╝nniger St├Ąmme weigerte sich strikt, die Regeln der Khala zu befolgen. Sie waren ihrerseits nicht darauf aus, Konflikte oder gar Kriege zu provozieren, sondern waren vielmehr der Meinung, die Konklave w├╝rde durch ihr Handeln ihr eigenes Volk in den Untergang treiben. Die Konklave f├╝rchtete, das Wissen ├╝ber die abtr├╝nnigen St├Ąmme k├Ânnte publik werden und so die gesamte Protoss-Gesellschaft ins Wanken bringen.
Aus diesem Grund schickte die Konklave die Templer unter der F├╝hrung des jungen Kriegers Adun aus, um ihre abtr├╝nnigen Br├╝der auszul├Âschen. Der idealistische Adun brachte es jedoch nicht ├╝ber sich, seinen Befehlen Folge zu leisten und versuchte dadurch, die Abgr├╝nnigen vor der Konklave zu verbergen. Er war der ├ťberzeugung, sie von der Wahrheit der Khala ├╝berzeugen zu k├Ânnen, indem er sie Lehrte, mit ihren Psi-Kr├Ąften umzugehen. Schlie├člich geriet die Situation au├čer Kontrolle und die abtr├╝nnigen St├Ąmme ├╝berzogen Aiur mit Angst und Schrecken.
Die Konklave war dar├╝ber au├čer sich, aber dazu verdammt, unt├Ątig zu bleiben. Andernfalls h├Ątten sie ├Âffentlich gegen die Abtr├╝nnigen vorgehen und so deren Existenz preisgeben m├╝ssen. Als L├Âsung blieb daher nur die Verbannung: Die abtr├╝nnigen St├Ąmme mussten Aiur f├╝r immer verlassen und die Templer wurden zur Verschwiegenheit verpflichtet. Von da an bezeichnete man sie schlie├člich nur noch als dunkle Templer, eine Bezeichnung, die mit der Zeit in das Reich der Mythen und Legenden einzog, als langsam die Erinnerung an die wahren Begebenheiten verblasste.
Die dunklen Templer durchtrennten zu Beginn ihres Exils spezielle Nervenverbindungen, durch die sie bis dahin mit den anderen Mitgliedern ihrer Rasse in Verbindung standen. Sie zogen hinaus in das All, verga├čen aber nie ihre wahre Heimat, die sie verborgen auf jede nur erdenkliche Art und Weise zu sch├╝tzen versuchten.

"Die Menschheit und die Ankunft der Zerg"

Den Protoss blieb die Ankunft der Terraner im Kropulu-Sektor keinesfalls verborgen. Im Gegenteil: Sie beobachteten die Neuank├Âmmlinge ├╝ber zwei Jahrhunderte hinweg mit ├Ąu├čerster Neugier. Die immer wieder aufflammenden Konflikte der Terraner untereinander wirkte eine besondere Anziehungskraft auf die Protoss aus, da die Menschen es trotzdem schafften, ihre Technologie immer weiter zu entwickeln. Der r├╝cksichtslose Raubbau der terranischen Kolonien widerstrebte den Verwaltern allerdings, woran diese aufgrund ihrer Regeln allerdings nichts ├Ąndern durften.
Schlie├člich machten die Protoss jedoch eine Entdeckung, die nach deren sp├Ąteren Einsch├Ątzung den Untergang der terranischen Kolonien zur Folge haben k├Ânnte.
Der hohe Templer Tassadar entdeckte zusammen mit einer Expeditionsstreitmacht eine Reihe im All treibender biologischer Gebilde. Er brachte einige der Sonden zur├╝ck nach Aiur, wo diese mit Hilfe der Khaydarin-Kristalle genauer untersucht werden sollten. Es stellte sich heraus, dass diese auf irgendeine Art und Weise ebenfalls von den Xel'Naga geschaffen wurden und im Grunde nur einfache Sonden darstellten, die Informationen ├╝ber den Sektor der Menschen beschaffen sollten. Geschockt von dieser Tatsache und der Erkenntnis, dass die Sch├Âpfer dieser Sonden scheinbar die Zerst├Ârung anderer Welten beabsichtigen w├╝rden, schickten sie Sp├Ąher in alle Regionen der von ihnen kontrollierten Gebiete aus. Ihr Ziel war die Suche und Identifikation potentieller au├čerirdischer Invasoren.
Tassadar war der Ansicht, dass die Protoss gem├Ą├č der Dae'Uhl f├╝r den Schutz der niedrigeren Rassen verantwortlich w├Ąren. Die Konklave widersprach dem, da sie der Meinung war, die "wertlosen" Terraner w├Ąren ohnehin bereits von dieser Bedrohung versucht worden. Hitzige Debatten begannen, w├Ąhrend man darum stritt, wie mit den Terranern weiter vorgegangen werden sollte. Der einzige Punkt, in dem sich beide Parteien einig waren, war der, dass diese unbekannten Kreaturen zweifellos von den Xel'Naga geschaffen oder zumindest beeinflusst wurden. Es wurde beschlossen, Tassadar mit einer weiteren Expeditionsstreitkraft auszuschicken, um das Ausma├č und die Bedrohung einer potentiellen Verseuchung festzustellen und gegebenenfalls befallene Planeten auszul├Âschen.

"Der Anfang vom Ende"

Als die Flotte der Protoss am Rande des Kropulu-Sektors eintraf, stellten diese mit Entsetzen fest, dass die mysteri├Âsen Aliens bereits mehrere terranische Koloniewelten befallen und infiziert hatten. Die Randkolonie Chau Sara war das erste Opfer - der gesamte Planet war von einer dicken toxischen Substanz ├╝berzogen, welche den Planeten immer weiter zersetzte. Tassadar stellte fest, dass scheinbar bereits alle Bewohner des Planeten verloren waren, die anderen terranischen Kolonien aber scheinbar unt├Ątig blieben.
Als die Konklave davon erfuhr, wies sie Tassadar an, unverz├╝glich die gesamte Planetenoberfl├Ąche zu zerst├Âren, um nicht noch weitere Welten zu gef├Ąhrden. Tassadar, der sich gewiss war, dass ohnehin kein Lebewesen auf dem Planeten gerettet werden k├Ânnte, f├╝hrte den Befehl schlie├člich widerwillig aus. Die nichtsahnende Kolonie wurde binnen Minuten dem Erdboden gleich gemacht. W├Ąren diese Opfer nicht bereits genug gewesen, wurde Tassadar mitgeteilt, dass die Kolonie Mar Sara ebenfalls infiziert sei. Er setzte die Flotte in Bewegung, w├Ąhrend in ihm langsam immer st├Ąrker werdende Zweifel aufkamen.
Die Terraner, die durch den Angriff auf Chau Sara ├╝berrascht wurden, hatten in Windeseile eine kleine Verteidigungsflotte aufgestellt, um diese den unbekannten Angreifern vor Mar Sara in den Weg zu stellen. Tassadar schaffte es einfach nicht, den Angriffsbefehl gegen den Planeten und die kleine terranische Flotte zu geben. Stattdessen versuchte er, au├čerhalb der terranischen Sensoren zu bleiben, aber trotzdem nach M├Âglichkeiten zu suchen, die sich ausbreitende Alienbedrohung direkt zu bek├Ąmpfen, ohne die Menschen dabei ebenfalls auszul├Âschen.
 
geschrieben von Papaya  
 
DAS KÖNNTE AUCH INTERESSANT SEIN:
 
- 02.07.2009 16:14 Uhr - Stream - Geschichte der Ninja Turtles
- 14.08.2009 17:32 Uhr - Starcraft Broodwar - Geschichte
- 14.08.2009 16:41 Uhr - Starcraft - Prolog
- 14.08.2009 17:12 Uhr - Starcraft - Prolog Terraner
- 14.08.2009 16:58 Uhr - Starcraft - Prolog Zerg






x
Changenav Changenav Changenav Changenav